Bio – Espresso mit Kultfaktor

Posted by on Aug 2, 2013 in Lifestyle

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Mit richtig gutem Bio – Espresso ist es wie mit gutem Kaviar, beides ist selten. So sieht es auch der gelernte Goldschmied Stefan Kehr. Dieser fand lange Zeit keine Bio – Bohne, die ihn überzeugen konnte. Kurzer Hand entschloss er sich seine Bohnen einfach selbst zu rösten. In der eigenen Küche stellte er zunächst kleine Mengen für den Eigenbedarf her. Der Kafeebar – Besitzer Gerald Hammer wurde auf den Self – made Kaffeeröster aufmerksam und nun sind die beiden seit 2009 Geschäftspartner und produzieren auf dem Karlsruher Schlachthof – Areal nicht nur sortenreine Mischungen sondern auch Arabica Robusta – Mischungen.

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Kleinröstereien, wie Kehr und Hammer sie betreiben, kommen immer mehr in Trend und auch die Nachfrage nach Kaffee mit entsprechendem Bio – Zertifikat steigt.
Die Angebote von “Espresso Tostino” finden dadurch zahlreiche Abnehmer, so ist es nicht verwunderlich, dass der Kaffee bereits in einigen Bioläden zu bekommen sind.
Da hört es sich abendteuerlich an, wie die Unternehmer mit der Kunst des Kaffeeröstens begonnen haben. Den ersten Röster baute ein Künstler für sie. Die Feuerstelle bildete damals ein Campingkocher. Doch die ersehnte Erfolgsgeschichte ließ lange auf sich warten. Zunächst ernteten Kehr und Hammer hauptsächlich Spott für ihre Röstkünste. Die Gäste in Hammers Kaffeebar waren dabei eine strenge Jury und nahmen den Espresso genau unter die Lupe. Inzwischen ist die Espressobohne mehr als Marktfähig. Der selbstzusammengebastelte Röster musste vor rund einem Jahr einem Industrie Röster weichen, der die Bohnen besonders lange röstet. Nicht nur das Verfahren von Kehr und Hammer hat sich verändert, auch die Produktionsmenge. Diese beläuft sich inzwischen auf rund fünf Tonnen im Jahr.

 
Red. Julia Maerkl