Drei-Sternekoch Heinz Winkler – Interview Teil I

Posted by on Okt 4, 2013 in Cooking, Lifestyle, Restaurante

Die Anfänge des Drei-Sternekochs Heinz Winkler

teil 1 titel

Heinz Winkler ist ein deutsch-italienischer Koch. Nachdem er mit 14 Jahren eine Kochlehre in Bozen begann war er danach in den verschiedensten Hotels und Restaurants in Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz tätig. Er war von 1979 bis 1991 der Nachfolger von Eckart Witzigmann als Küchenchef im Münchner Restaurant Tantris. 1982 wurde er zum damals jüngsten Dreisternekoch der Welt gekürt. Seit 1991 ist Heinz Winkler Inhaber und Küchenchef der Residenz Heinz Winkler.

Interview mit Heinz Winkler Teil I

art-de-cuisine:
1. Wie sind Sie zum Kochen gekommen?

Heinz Winkler:
Zuhause hat immer mein Vater gekocht, nie meine Mutter. Ich überlegte welchen Beruf ich mache, Architekt oder Kunstschreiner. Mein Vater hatte einen eigenen Bauernhof und war immer die höchste Instanz. Sein Wort zählte immer.

art-de-cuisine:
2. Wer sind Ihre Gäste?

Heinz Winkler:
Es sind Menschen, die erfolgreich sind, sich Gutes tun möchten und gerne gut essen. Es sind Gäste aus aller Welt, die ausgewählte Speisen, bei diesen nicht fünfzehn verschiedene Zutaten auf einem Teller liegen, genießen möchten.

art-de-cuisine:
3. Wie ist Ihr Tagesablauf?

Heinz Winkler:
Ich komme morgens um 9 Uhr, bis ca 14 Uhr, dann habe ich Pause bis 17.00, danach geht der Abendservice los.

art-de-cuisine:
4. Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Heinz Winkler:
Ich habe einen kleinen 5-jährigen Sohn mit dem ich viel Zeit verbringe. Ich fliege immer nach Mallorca zu meinem Haus, dieses meinen eigenen Stil wiederspiegelt.

art-de-cuisine:
5. Wie stehen Sie zu Fastfood?

Heinz Winkler:
Da bin ich nicht der richtige Ansprechspartner. Es ist wie bei Autos, für jeden gibt es das passende. Fastfood ist eine Berechtigung für all diejenigen die sich nicht mehr leisten können oder wollen. Beispielsweise in der Münchner Mensa leisten die Menschen dort viel. Bei einigen Hundert Leuten die dort täglich essen, wird ständig frisch nachgekocht. Ich selbst habe dort vor Jahren gegessen. Damals gab es dort nur Schnitzel und Braten. Es hat sich viel getan, als ich dort gegessen habe war es absolut ok.

art-de-cuisine:
6. Wie stehen Sie zur vegetarischen Küche?

Heinz Winkler:
Absolut positiv, ich habe ein Buch geschrieben, Vegetarische Feinschmecker. Es ist ganz wichtig den Menschen zu zeigen das man viel aus Gemüse machen kann. Es ist eine unterschiedliche Nachfrage, die Tendenz ist eher steigend.

art-de-cuisine:
7. Woher nehmen Sie Ihre Inspiration?

Heinz Winkler:
Es ist immer eine bestimmte Unzufriedenheit da. Mein Ziel ist es immer wieder etwas neues zu machen. Ich brauche Abwechslung. Man muss sehen wo man selbst steht, Gerichte täglich neu inszinieren.

art-de-cuisine:
8. Wer kocht Zuhause?

Heinz Winkler:
Wir essen entweder in der Residenz oder in einem Restaurant.

art-de-cuisine:
9. Wo liegt der Unterschied zwischen der deutschen, französischen und amerikanischen Küche?

Heinz Winkler:
Es gibt sehr große Unterschiede. Zum Beispiel bei den Amerikanern, was dort gekocht wird möchte man hier nicht. Genauso wie Köche aus Hong Kong, die stellt hier niemand mehr ein. Frankreich ist sehr gut, die Spanier und Holländer sind sehr kreativ. Die deutsche Küche ist mit den meisten Sternen, nach Frankreich, ausgezeichnet.

Nächste Woche: Teil II Drei-Sterne und das Tantris

teil1 inhalt

Residenz Heinz Winkler

Kirchplatz 1

83229 Aschau im Chiemgau

 

Kontakt:

Tel: 08052 – 17990

Email: info@residenz-heinz-winkler.de